Und wieder macht es Klick und Klack

„ Die Hoffnung stirbt zuletzt …“

Maurice, eigentlich Botaniker, haben die Geräusche von alten Kameras so fasziniert, dass er neben Kakteenzucht zu betreiben nun auch Foto- und Filmgeräte sammelt und mittlerweile eine stattliche Sammlung von ca. 100 Geräten vorzeigen kann - nur - Maurice ist erst 8 (!) Jahre alt!

Also nix mehr jammern über fehlenden Nachwuchs!

Gerhard Binder





Geiz ist geil oder die Jagd nach Schnäppchen

Wer kennt es nicht - die alltägliche um sich greifende "Geiz ist geil"-Mentalität, die Schnäppchenjäger anspornt, das noch günstigere Angebot zu finden.  Glaubt man renommierten Wirtschaftwissenschaftlern, bedeutet dieser Trend das Aus der Märkte, wie wir sie im Moment kennen (Das Seerosen-Prinzip - Wie uns die Gier ruiniert von Daniel Goeudevert).

Gefürchtet ist der vermeintliche Kunde, der sich im Fachgeschäft oder beim Händler vor Ort die Vorzüge, Bedienung und den Gebrauch der einen oder andere Kamera bis ins Detail erklären lässt, nur um dann nach stundenlanger Beratung den Kauf wegen ein paar Euro Unterschied auf einer Internet-Plattform zu tätigen.
Geht es dann wieder um Garantiefragen, Wartung und Service, ist er wieder Gast beim Händler seines Vertrauens; gratis - wohlgemerkt. Denn schließlich ist der Kunde König. Meint der Kunde.

Wie der Ladeninhaber genügend Umsatz generiert, um Ladenmiete, Personalkosten, Produktschulungen und Lagerware zu finanzieren ist dem Schnäppchenjäger egal. Für ihn zählt nur - Geiz ist geil.

Was mancher Rabattjäger gerne verschweigt, ist die Tatsache, dass statt wertvollem Objektiv eben manchmal auch Telefonbücher aus Hongkong oder Pflastersteine aus Großbritannien den Empfänger negativ überraschen.

Der Eine oder Andere ist dann zwar um Geld ärmer, hat aber an Erfahrung einen nicht zu unterschätzenden Zugewinn erhalten: Beim Händler um die Ecke hätte er genau gesehen, was er für sein Geld bekommt. Und hätte es sogar vorher mal ausprobieren können.


Aber selbst der optimistisch-naive Anhänger dieser Wertentwicklung muss sich die Frage stellen: welche langfristige Absicht verfolgt ein börsennotiertes Unternehmen, das neben dem "Share holder value" per se eine Gewinnmaximierungsabsicht verfolgt? Steht dies nicht dem propagandiertem Slogan konträr? Was, wenn es (fast) keine Einzelhändler mehr gibt? Qui bono!


Welcher Art Bezeichnung wird uns der Internet-Handel verpassen, nach dem - wie bekannt wurde - uns Banken als AD-Kunden (Alt und Dumm) titulieren?

Wird es den Begriff der iCOW geben, die gemolken werden kann (customers 'r only wretches)?

 

Wo führt diese Entwicklung hin? Welcher Art Geschäftsbeziehungen werden wir in Zukunft pflegen?

Wird es in Zukunft den klassischen Einzelhandel noch geben? Werden wir für Beratung eine Gebühr entrichten müssen, welche später auf den Kaufpreis angerechnet wird? Findet eine Anonymisierung statt, da alles nur noch per Telefon, Internet und Email abgewickelt wird? Trägt dies dazu bei, dass wir immer mehr vereinsamen sowie soziale Kompetenz und Kommunikationsfähigkeit einbüßen?
Schon heute beobachten Linguisten mit Erschrecken, dass Jugendliche einen immer kleineren Wortschatz aufweisen. Tatsächlich reicht ein "will kaufen - was kost?" ja durchaus aus, um einen Kauf anzustoßen....


Ob der Einzelne Geiz immer noch geil findet, wenn sein Arbeitsplatz weg rationalisiert wurde? An irgendeiner Stelle muss schließlich die gestiegene Energie- und Rohstoffkosten, höhere Löhne (auch schon in Fernost) als auch die Prämienzahlungen an das Top-Management ihren Tribut fordern.



In diesem Sinne empfehle ich Ihnen: Nutzen Sie die Vorteile, die Ihnen eine Photobörse bietet!

Nehmen Sie Beratung und das persönliche Gespräch in Anspruch, profitieren Sie von der langjährigen Erfahrung der Anbieter.



Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Tag in Zeil am Main und hoffe, dass Sie das lang gesuchte bei uns finden!


Wolfgang Kolb